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	<title>Kommentare für FWS Forschungsinstitut</title>
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	<description>FWS Forschungsinstitut - aktuelle gesellschaftliche Ereignisse und Entwicklungen</description>
	<lastBuildDate>Mon, 14 Mar 2011 13:19:15 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu DRS2: Reportage aus der Armutshauptstadt Deutschlands von Friedrich Rentsch</title>
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		<dc:creator>Friedrich Rentsch</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 13:19:15 +0000</pubDate>
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		<description>In völliger Unkenntnis der Umstände kommt es mir in Anlehnung an eine arabische Redewendung vor als bellte da ein kleiner Hund eine Karawane an die ruhig vorüberzieht. Ich weiss natürlich nicht, auf welcher relativen Augenhöhe in der DRS-Hierarchie deine Kritik ankommt. Wenn sie für eine Reaktion ausreicht, schick sie doch auch herum.

Medien sind natürlich keine Wissenschaftsmissionen, sondern Informationsknotenpunkte wo sich alle Meinungen kreuzen sollen. In allen Meinungen sind die einen fundierter und andere halt weniger fundiert. Der Medien Zielsetzung ist nicht akademische Volksbildung, sondern Auflagen und Einschaltquoten. In diesem Zusammenhang scheint mir ein grundsätzlicheres Problem eine SRG die in ihrem reservierten Gärtchen, mit staatlich abgesgneten Gebühren liebevoll gedüngt, so prächtig gedeiht wie einst Chabis-Äschis berühmtes Gemüse. Versorgungsauftrag und Erhebungsbasis, beide Relikte aus der Gründerzeit, hat seither der Wandel der Informationstechnologie und -kultur zu reinen Vorwänden für ein Geschäftsmodell pervertiert, das eher in eine Demokratische Volksrepublik passt als hierher. Dies wiederum passt zum merkwürdigen Pardox, dass der Ausstieg aus dem Sozialismus der Länder, die damit schlechte Erfahrungen gemacht haben, mit dem Einstieg ihrer Vorbilder zusammenfällt.

Ängsten kann man in zwei entgegengesetzte Richtungen entfliehen: entweder aggressiv oder versöhnlich, entweder SVP oder SP und Grün. So gesehen könnte die zunehmende Polarisierung der Politszene, ihre schwindende Mitte, als kollektiver Ausdruck einer zunehmend bedrohlicheren Verunsicherung gedeutet werden. Im Wohlstandsgefälle ist das Verhältnis zwischen oben und unten nie herzlich. Doch solange man sich von Kooperation mehr verspricht als von Konfrontation kooperiert man, oder zumindest werkt man sich nicht zuleide. Doch gibt es wohl eine Spannungsgrenze, jenseits der Kooperation nicht mehr möglich ist und dass mancherorts die Grenze überschritten hat mittlerweile jeder Zeitgenosse gemerkt. Seit am 11. September 2001 eine apokalyptische Tobsucht mit Gewalt in unser Vorstellungsvermögen eindrang--was drin ist bleibt drin--plagt uns eine Art &quot;PTSD&quot; (wie &quot;Post Traumatic Stress Disorder&quot; auf deutsch heisst weiss ich nicht).

Nun scheint es, haben die vorbeugenden Beschwichtiger die Oberhand. Sie beteuern hoch und heilig, dass ihr eigenes Wohlstandsniveau ein Grundrecht eines jeden Menschen sei. Dieses versöhnliche Glaubensbekenntnis soll den Zorn besänftigen der, ist zu befürchten, sich an der Wahrnehmung von Privilegien als Zeichen rücksichtsloser Arroganz entflammt. Privilegien sind keine Anmassung wenn sie allen zustehen. Wo ein Beschwichtiger nun Kraft seines Amtes die Möglichkeit hat, seinen Worten (auf anderer Leute Kosten) Taten folgen zu lassen, neigt er im Interesse der Beschwichtigungseffizienz auch dazu. (Die Buchhaltung liegt in anderen Zuständigkeitsbereichen.)

Bei uns wütet eine regelrechte Betreuungssucht: Bundesräte lassen ihre Arbeit liegen, um Schweizer Bürger persönlich zu betreuen, die sich im Herrschaftsbereich von Psychopathen in Schwierigkeiten begeben. Migrationsämter verhätscheln jeden dahergelaufenen Taugenichts, der mangels Sanktionierbarkeit unsern Gesetzen defakto nicht untersteht und nehmen ihm alle Legitimationsarbeit ab, während er diese nach Strich und Faden hintertreiben darf, wozu ihm ein Rechtsberater zur Steite steht (stehen muss?) den wir auch noch bezahlen. Als müsse nicht er einen Anspruch belegen, sondern die Behörde den Nichtanspruch! Jeder Kanton hat eine Schuldenberatungsstelle (!), die auf Kosten verantwortungsbewusster Steuerzahler selbsteingebrockte Suppen auslöffeln hilft und--das schlimmste--als institutionalisierte Auffangeinrichtung verantwortungslosen Konsum in den Ruf respektablen Normalverhaltens bringt. Und letztlich ist doch dieser Tage tatsächlich im Ernst die Idee eines Grundeinkommens von zweieinhalbtausend Franken für jedermann im Gespräch, das an keine Bedingungen geknüpft sein soll.

Langsam kommt man sich als Stimmbürger an der Urne vor wie ein Automobilist der sich vergegenwärtigt, dass ein nicht ganz unerheblicher Prozentsatz der Verkehrsteilnehmer um ihn herum besoffen herumfährt.

P.S. In Los Angeles (anderswo natürlich auch) hat jeder Haushalt eine Haushalthilfe in der Form von mujeres, die schlecht englisch sprechen. Sie kommen einmal die Woche und putzen einen halben Tag lang das ganze Haus, waschen und glätten, nehmen dann die paar Noten die man für sie bereitlegt und machen dann vermutlich noch ein zweites Haus. Wieviel man bereit legt weiss ich nicht genau, Bei den Leibs waren&#039;s zwei, drei Noten mit einer zwanziger dabei. Und es kamen gleich zwei mujeres. Wahrscheinlich weil es für sie weniger langweilig ist wenn sie bei der Arbeit schwatzen können. Man darf annehmen, dass das Arrangement für die Damen vorteilhafter ist als dortzubleiben wo sie herkommen oder dorthin zurückzukehren, denn sie haben ja die freie Wahl. Überdies machten die beiden einen zufriedenen Eindruck und das Verhältnis zu ihren &quot;Ausbeutern&quot; war kollegial. Sie haben keine Aufenthaltsgenehmigung, doch angesichts der flächendeckenden Verbreitung des Systems ist das ein theoretischer Aspekt ohne praktische Erheblichkeit. Sie sind auf eine Weise integriert, an der unsere krampfhaften, kostspieligen und unergiebigen Intergrationsprojekte grundsätzlich vorbeischiessen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In völliger Unkenntnis der Umstände kommt es mir in Anlehnung an eine arabische Redewendung vor als bellte da ein kleiner Hund eine Karawane an die ruhig vorüberzieht. Ich weiss natürlich nicht, auf welcher relativen Augenhöhe in der DRS-Hierarchie deine Kritik ankommt. Wenn sie für eine Reaktion ausreicht, schick sie doch auch herum.</p>
<p>Medien sind natürlich keine Wissenschaftsmissionen, sondern Informationsknotenpunkte wo sich alle Meinungen kreuzen sollen. In allen Meinungen sind die einen fundierter und andere halt weniger fundiert. Der Medien Zielsetzung ist nicht akademische Volksbildung, sondern Auflagen und Einschaltquoten. In diesem Zusammenhang scheint mir ein grundsätzlicheres Problem eine SRG die in ihrem reservierten Gärtchen, mit staatlich abgesgneten Gebühren liebevoll gedüngt, so prächtig gedeiht wie einst Chabis-Äschis berühmtes Gemüse. Versorgungsauftrag und Erhebungsbasis, beide Relikte aus der Gründerzeit, hat seither der Wandel der Informationstechnologie und -kultur zu reinen Vorwänden für ein Geschäftsmodell pervertiert, das eher in eine Demokratische Volksrepublik passt als hierher. Dies wiederum passt zum merkwürdigen Pardox, dass der Ausstieg aus dem Sozialismus der Länder, die damit schlechte Erfahrungen gemacht haben, mit dem Einstieg ihrer Vorbilder zusammenfällt.</p>
<p>Ängsten kann man in zwei entgegengesetzte Richtungen entfliehen: entweder aggressiv oder versöhnlich, entweder SVP oder SP und Grün. So gesehen könnte die zunehmende Polarisierung der Politszene, ihre schwindende Mitte, als kollektiver Ausdruck einer zunehmend bedrohlicheren Verunsicherung gedeutet werden. Im Wohlstandsgefälle ist das Verhältnis zwischen oben und unten nie herzlich. Doch solange man sich von Kooperation mehr verspricht als von Konfrontation kooperiert man, oder zumindest werkt man sich nicht zuleide. Doch gibt es wohl eine Spannungsgrenze, jenseits der Kooperation nicht mehr möglich ist und dass mancherorts die Grenze überschritten hat mittlerweile jeder Zeitgenosse gemerkt. Seit am 11. September 2001 eine apokalyptische Tobsucht mit Gewalt in unser Vorstellungsvermögen eindrang&#8211;was drin ist bleibt drin&#8211;plagt uns eine Art &#8220;PTSD&#8221; (wie &#8220;Post Traumatic Stress Disorder&#8221; auf deutsch heisst weiss ich nicht).</p>
<p>Nun scheint es, haben die vorbeugenden Beschwichtiger die Oberhand. Sie beteuern hoch und heilig, dass ihr eigenes Wohlstandsniveau ein Grundrecht eines jeden Menschen sei. Dieses versöhnliche Glaubensbekenntnis soll den Zorn besänftigen der, ist zu befürchten, sich an der Wahrnehmung von Privilegien als Zeichen rücksichtsloser Arroganz entflammt. Privilegien sind keine Anmassung wenn sie allen zustehen. Wo ein Beschwichtiger nun Kraft seines Amtes die Möglichkeit hat, seinen Worten (auf anderer Leute Kosten) Taten folgen zu lassen, neigt er im Interesse der Beschwichtigungseffizienz auch dazu. (Die Buchhaltung liegt in anderen Zuständigkeitsbereichen.)</p>
<p>Bei uns wütet eine regelrechte Betreuungssucht: Bundesräte lassen ihre Arbeit liegen, um Schweizer Bürger persönlich zu betreuen, die sich im Herrschaftsbereich von Psychopathen in Schwierigkeiten begeben. Migrationsämter verhätscheln jeden dahergelaufenen Taugenichts, der mangels Sanktionierbarkeit unsern Gesetzen defakto nicht untersteht und nehmen ihm alle Legitimationsarbeit ab, während er diese nach Strich und Faden hintertreiben darf, wozu ihm ein Rechtsberater zur Steite steht (stehen muss?) den wir auch noch bezahlen. Als müsse nicht er einen Anspruch belegen, sondern die Behörde den Nichtanspruch! Jeder Kanton hat eine Schuldenberatungsstelle (!), die auf Kosten verantwortungsbewusster Steuerzahler selbsteingebrockte Suppen auslöffeln hilft und&#8211;das schlimmste&#8211;als institutionalisierte Auffangeinrichtung verantwortungslosen Konsum in den Ruf respektablen Normalverhaltens bringt. Und letztlich ist doch dieser Tage tatsächlich im Ernst die Idee eines Grundeinkommens von zweieinhalbtausend Franken für jedermann im Gespräch, das an keine Bedingungen geknüpft sein soll.</p>
<p>Langsam kommt man sich als Stimmbürger an der Urne vor wie ein Automobilist der sich vergegenwärtigt, dass ein nicht ganz unerheblicher Prozentsatz der Verkehrsteilnehmer um ihn herum besoffen herumfährt.</p>
<p>P.S. In Los Angeles (anderswo natürlich auch) hat jeder Haushalt eine Haushalthilfe in der Form von mujeres, die schlecht englisch sprechen. Sie kommen einmal die Woche und putzen einen halben Tag lang das ganze Haus, waschen und glätten, nehmen dann die paar Noten die man für sie bereitlegt und machen dann vermutlich noch ein zweites Haus. Wieviel man bereit legt weiss ich nicht genau, Bei den Leibs waren&#8217;s zwei, drei Noten mit einer zwanziger dabei. Und es kamen gleich zwei mujeres. Wahrscheinlich weil es für sie weniger langweilig ist wenn sie bei der Arbeit schwatzen können. Man darf annehmen, dass das Arrangement für die Damen vorteilhafter ist als dortzubleiben wo sie herkommen oder dorthin zurückzukehren, denn sie haben ja die freie Wahl. Überdies machten die beiden einen zufriedenen Eindruck und das Verhältnis zu ihren &#8220;Ausbeutern&#8221; war kollegial. Sie haben keine Aufenthaltsgenehmigung, doch angesichts der flächendeckenden Verbreitung des Systems ist das ein theoretischer Aspekt ohne praktische Erheblichkeit. Sie sind auf eine Weise integriert, an der unsere krampfhaften, kostspieligen und unergiebigen Intergrationsprojekte grundsätzlich vorbeischiessen.</p>
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