Feinstaub: Schräge Expertenrunde bei SFDRS

18. Januar 2006 | Von | Kategorie: Mediawatch

Die Auswahl der Feinstaub-Experten durch das Schweizer Fernsehen war problematisch. Ein kantonaler Umwelt-Bürokrat ist kein neutraler Experte, sondern berufsbedingt ein Mitglied der Umwelt-Lobby. Der Herr vom Paul-Scherrer-Institut ist ein Teilexperte. Was fehlte, war ein unabhängiger Statistik-Experte, der dem Publikum erklärt, was man mit den beliebten Öko-Statistiken (3’700 vorzeitige Todesfälle) so alles für Unsinn „beweisen“ kann. Und dann die Ärzteexperten, die in der Kälteperiode mehr Atemwegsprobleme feststellen. Welch ein Wunder! Es ist kalt, und die Leute husten etwas mehr. Oder sie gehen weniger an die frische Luft, lüften etwas weniger, und schon haben wir eine mögliche Problemursache: Hausstaubmilben – eine verdrängte Ursache, weil man ja den bösen Verkehr treffen will. Und an der Zunahme der Hausstaubmilben sind ausgerechnet die gut gemeinten ökologischen Isolierungsmassnahmen an Gebäuden schuld. Schliesslich: In Städten der luftverschmutzten alten DDR gab es gemäss Robert-Koch-Institut Berlin halb so viele Atemwegserkrankungen wie in westdeutschen Städten. Heute haben die neuen Bundesländer aufgeholt, obwohl die Luftverschmutzung gesunken ist. Interessant, nicht wahr? Offenbar sind die Zusammenhänge etwas komplizierter als es die Umweltlobby, die von der Panikmache lebt, wahrhaben will.

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