Waffenexportverbot: Die seichte Moral grüner Friedenstauben

20. November 2009 | Von | Kategorie: Wirtschaftsethik

Was zu grünen Friedenstauben mutierte ehemals revolutionär-marxistische Politiker vom Schlage Nationalrat Jo Langs unterdrücken: Erstens: Armeen und Waffen sind dazu da, Kriege möglichst zu vermeiden, nicht zu führen. Zweitens: Sicherheit und Schutz vor militärischen und terroristischen Bedrohungen sind – auch ethisch – legitime Bedürfnisse von Gesellschaften. Die entsprechende Nachfrage nach zeitgemässer und effizienter Bewaffnung sowie das Angebot an Waffen sind ebenso legitim. Ein Waffenausfuhrverbot missachtet diese Grundtatsachen, weil auch die Lieferung von Waffen an zivilisierte Staaten unterbunden würde. Und schliesslich: Wenn alle Länder nach dem Muster der Schweiz den Waffenexport verbieten würden – eine Forderung, die sich aus der seichten Moral von Lang & Co. logisch leicht ableiten lässt – könnte die Schweiz keine schlagkräftige Armee mehr unterhalten. Und wie der Schweiz ginge es vielen anderen Kleinstaaten mit legitimen Sicherheitsbedürfnissen. Welch schöne neue friedliche Welt!

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