Agrarpolitik

In agrarpolitischer Geiselhaft

27. März 2013 | Von

Die EU und die USA haben angekündigt, bald Gespräche über den Abschluss eines Freihandelsabkommens (FHA) aufnehmen zu wollen. In den politischen Führungsetagen der Schweiz hat diese voraussehbare Absicht hektische Reaktionen ausgelöst. Der Bundesrat liess verlauten, man wolle umgehend den Kontakt zu den USA suchen, mit dem Ziel, ebenfalls ein FHA auszuhandeln. Tatsächlich steht viel auf

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Die schweizerische Kartoffelmarktordnung: Weder Markt noch Ordnung

13. September 2012 | Von

Die Landwirtschaft kostet den Schweizer Steuerzahler jährlich rund CHF 3,5 Mrd. Doch das ist längst nicht alles. Unsere Agrarschutzpolitik verteuert Nahrungsmittel über die ganze Wertschöpfungskette bis auf den Ladentisch. Über Höchstpreise fliessen gemäss Schätzungen der OECD jährlich weitere rund CHF 2,5 Mrd. von Konsumenten zu den Bauern – von weiteren Kollateralschäden ganz zu schweigen. So

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Wieviel darf die Landwirtschaft kosten?

13. April 2012 | Von

Anlass zu dieser Frage gibt die seit längerem laufende Debatte über die Agrarpolitik für die Periode 2014-2017 sowie das damit verbundene Reformprojekt „Weiterentwicklung des Direktzahlungssystems“. Gemäss Website des Bundesamtes für Landwirtschaft BLW will der Bundesrat damit die landwirtschaftliche Produktion stärken, die Umweltleistungen der Landwirtschaft steigern und die bäuerlichen Einkommen verbessern. Wie in der Agrarpolitik üblich, sind in dieser schön klingenden Absichtserklärung die Zielkonflikte so gut versteckt, dass es ausser den Bauernpolitikern kaum jemand merkt.



Nun güllen sie wieder

13. April 2012 | Von

Stadtmenschen schwingen sich in den ersten warmen Märztagen frohgemut aufs Velo und fahren hinaus aufs Land. Die grünen Wiesen sind aber, kaum ist der Schnee weg, grossflächig von Gülle und Mist braun eingefärbt. So erhält der urbane Ausflügler gleich zum Auftakt der Freiluftsaison einen penetranten Eindruck von der naturnahen schweizerischen Intensivlandwirtschaft. Dieses Geruchserlebnis wiederholt sich später mehrmals bis in den Herbst hinein. Daran wird sich auch mit der Reform des Direktzahlungssystems unter der Etikette AP 2014-17 nichts ändern. Denn eine falsche Agrarpolitik hält die Tierbestände zu hoch und bremst den Strukturwandel.



Zurück in die Kriegswirtschaft! Ararpolitischer SVP-Knaller

30. August 2010 | Von

Die SVP fordert vom Bundesrat eine Abkehr von der heutigen Agrarpolitik und wird dabei konkret: Der Selbstversorgungsgrad bei Nahrungsmitteln soll von heute knapp 60 Prozent wieder auf zwei Drittel erhöht werden. Die Formulierung „wieder auf zwei Drittel“ ist eine grobe Irreführung des Publikums. In den vergangenen Jahrzehnten lag der Selbstversorgungsgrad stets zwischen 55 und 60

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Verdrängte Risiken des Nicht-Entscheidens

14. Mai 2009 | Von

Opportunistische Verlängerung des GVO-Moratoriums. Die Volksinitiative für ein fünfjähriges GVO-Moratorium in der Landwirtschaft wurde 2005, damals gegen den Willen des Bundesrates, klar angenommen. In der bunten Anhängerschaft des GVO-Moratoriums gibt es kaum eine Gruppe, die sich nicht auf die GVO-kritische Haltung der Bevölkerung beruft. Meinungsumfragen zeigen anhaltend starke Vorbehalte gegenüber gentechnisch veränderten Organismen in der

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Freihandelsabkommen Schweiz-USA: Verkehrtes Bauernopfer

17. April 2006 | Von

Die Verlautbarungen des Bundesrats zum Stand der Arbeiten für ein Freihandelsabkommen mit den USA liessen Schlimmes befürchten. Man wolle noch «die Machbarkeit vertieft prüfen», konnte man in der Tagespresse lesen. Haupthindernis war die Landwirtschaft, was man allerdings schon zum Zeitpunkt der Projektlancierung hätte wissen müssen. Die Bauernfunktionäre arbeiteten gezielt auf ein Scheitern der Verhandlungen mit

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Die Schweiz – Weltmeisterin im unfairen Handel

3. September 2003 | Von

Die «Tage des fairen Handels» von Anfang September sind vorbei. Die wohlmeinende Begleitmusik spielte die zahlreiche Mitläuferschaft des schweizerischen Medien-Mainstreams. Ganz unkritisch mit dabei waren auch unsere Staatsmedien. Dabei hätten gerade die staatlichen Medienanstalten einen Bildungsauftrag, mit dem sich die exklusive Gebührenfinanzierung rechtfertigen liesse. Dass es beim Thema des «fairen Handels» viel an verpasster Bildung

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