Fokus

Direkte Demokratie: Vor Suchtrisiken wird gewarnt

27. März 2013 | Von

Der Glaube an den mündigen Bürger/die mündige Bürgerin bildet das ideologisch-religiöse Fundament des schweizerischen politischen Systems. Doch eigentlich braucht es unter dem grassierenden Demokratie-Fundamentalismus die Voraussetzung der Mündigkeit gar nicht mehr. Weil die Respektierung der Entscheidungsregeln jedes Ergebnis legitimiert. Trotzdem gehört es auch unter politisch Aufgeklärten zum guten Ton, die Umgebung regelmässig wissen zu lassen, man

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In agrarpolitischer Geiselhaft

27. März 2013 | Von

Die EU und die USA haben angekündigt, bald Gespräche über den Abschluss eines Freihandelsabkommens (FHA) aufnehmen zu wollen. In den politischen Führungsetagen der Schweiz hat diese voraussehbare Absicht hektische Reaktionen ausgelöst. Der Bundesrat liess verlauten, man wolle umgehend den Kontakt zu den USA suchen, mit dem Ziel, ebenfalls ein FHA auszuhandeln. Tatsächlich steht viel auf

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Die schweizerische Kartoffelmarktordnung: Weder Markt noch Ordnung

13. September 2012 | Von

Die Landwirtschaft kostet den Schweizer Steuerzahler jährlich rund CHF 3,5 Mrd. Doch das ist längst nicht alles. Unsere Agrarschutzpolitik verteuert Nahrungsmittel über die ganze Wertschöpfungskette bis auf den Ladentisch. Über Höchstpreise fliessen gemäss Schätzungen der OECD jährlich weitere rund CHF 2,5 Mrd. von Konsumenten zu den Bauern – von weiteren Kollateralschäden ganz zu schweigen. So

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Nun güllen sie wieder

13. April 2012 | Von

Stadtmenschen schwingen sich in den ersten warmen Märztagen frohgemut aufs Velo und fahren hinaus aufs Land. Die grünen Wiesen sind aber, kaum ist der Schnee weg, grossflächig von Gülle und Mist braun eingefärbt. So erhält der urbane Ausflügler gleich zum Auftakt der Freiluftsaison einen penetranten Eindruck von der naturnahen schweizerischen Intensivlandwirtschaft. Dieses Geruchserlebnis wiederholt sich später mehrmals bis in den Herbst hinein. Daran wird sich auch mit der Reform des Direktzahlungssystems unter der Etikette AP 2014-17 nichts ändern. Denn eine falsche Agrarpolitik hält die Tierbestände zu hoch und bremst den Strukturwandel.



Zu viel Aufregung um den “Peak Oil”

7. April 2011 | Von

Das Thema “peak oil” wird in der Schweiz von Nicht-Ökonomen propagiert. Der Verein “Association for the Study of Peak Oil Switzerland” (ASPO) verbreitet die Botschaft vom nahenden Produktionsmaximum beim Erdöl. Der ASPO-Vorstand besteht aus zwei Historikern, einem Rechtsanwalt, zwei Geologen, einem Chemiker und einem Dokumentarfilmer. Die Absenz von Ökonomen dürfte erklären, weshalb die ASPO den

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DRS2: Reportage aus der Armutshauptstadt Deutschlands

7. März 2011 | Von

Mail an Radio DRS2 vom 7. März 2011: Zu Ihrer Sendung „Kontext“ vom 3. März: „Leipzig – Armutshauptstadt Deutschlands“: Man weiss am Schluss nicht recht, war das nun eine Sendung über arme Menschen in Leipzig oder über systemische Aspekte und Ursachen von Armut. Das erste war einigermassen abgedeckt, für das zweite fehlten schlicht die massgebenden

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SNB: Zurück zum Kerngeschäft

15. Oktober 2010 | Von

Als die Schweizerische Nationalbank im Frühling mit Unsummen am Devisenmarkt intervenierte, um den Euro-Kurs zu stützen, begründete sie dies mit der Sorge vor einer Deflation bei weiter steigendem Franken. Dass dabei auch schweizerische Exportinteressen eine Rolle spielten, konnte die SNB nicht zugeben, denn ihr Kerngeschäft ist die Erhaltung der Geldwertstabilität. Trotzdem war klar, dass der

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Zurück in die Kriegswirtschaft! Ararpolitischer SVP-Knaller

30. August 2010 | Von

Die SVP fordert vom Bundesrat eine Abkehr von der heutigen Agrarpolitik und wird dabei konkret: Der Selbstversorgungsgrad bei Nahrungsmitteln soll von heute knapp 60 Prozent wieder auf zwei Drittel erhöht werden. Die Formulierung „wieder auf zwei Drittel“ ist eine grobe Irreführung des Publikums. In den vergangenen Jahrzehnten lag der Selbstversorgungsgrad stets zwischen 55 und 60

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Die Spielzeug-Autos des WWF

3. Juni 2010 | Von

In der politischen Debattiersendung „Arena“ des Deutschschweizer Fernsehens vom 28. Mai 2010 warb der WWF-Vertreter Patrick Hostetter mit zwei Spielzeugautos für tiefe CO2-Emissionsgrenzwerte bei Personenwagen. Er zeigte zwei identisch aussehende Miniatur-PKW derselben Marke mit dem gleichen Raumangebot und wies auf den grossen Unterschied beim CO2-Ausstoss hin. Während das erste Modell gegen 200g CO2/km produziere, komme

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Systematik der Klimaskepsis

8. April 2010 | Von

Hitzige Diskussionen um den UNEP-Weltklimarat IPCC sorgten in letzter Zeit für beträchtliche Verwirrung. Die Kritik an der Arbeit des IPCC und führenden Klimaforschern erreichte im Gefolge der sogenannten „Climategate“-Affäre einen Höhepunkt. An einem renommierten englischen Klimaforschungsinstitut gab es im November 2009 ein Leck im Mailverkehr. Daraus ging unter anderem hervor, dass leitende Autoren von Studien,

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